Heute Morgen hatten wir schon vor neun Uhr ein kräftiges Gewitter.
Die Sommerferien der Kinder tun gut. Für einmal keine Termine... Einkaufen, kochen, waschen, putzen - das alles läuft weniger hektisch... Ich bin froh um diese Tage.
Am Sonntag/Montag hatte Mr. Fadenschlag frei. Das Wetter war schön gemeldet. Wir packten die Gelegenheit beim Schopf. Hatten wir doch schon lange den Wunsch, wieder einmal eine Hüttentour zu machen. Für eine grössere Tour reichte die Zeit nicht, da wir "nur" zwei Tage zur Verfügung hatten, und weil am Montag der 1. August war. Ein Höhepunkt für unsere Kinder. Sie wünschten, dass wir am Montag nach dem Mittag wieder zu Hause sein würden, damit sie mit einem Freund zusammen ihr Feuerwerk zünden konnten. Wir fuhren bis Tiefenbach am Furkapass und wanderten zur 2542 m.ü.M. gelegenen Albert-Heim-Hütte SAC. Die Ruhe in den Bergen tat gut. Wir sahen ein Lamm mit seinem ganz jungen Lämmchen. Weiter oben trafen wir eine riesige Schafherde. Ein kleiner (kalter) Bergsee verlockte zum Baden der Füsse. Eines der Kinder tauchte sogar ganz unter. Die Hütte war praktisch voll. So ein Hüttenabend ist etwas Besonderes. Draussen zog dichter Nebel auf und die Nacht brach herein. Drinnen sassen ungefähr 80 Menschen in zwei Räumen zusammen. Es gab ein feines warmes Nachtessen. Das Hüttenteam bewältigt an solchen Tagen eine Riesenarbeit! Nach dem Essen blieb Zeit zum Lesen, Spiele spielen, plaudern, stricken (ja, ich nahm sogar meine Sockenstrickarbeit mit)... Ich muss zugeben, nachts schlief's sich schon nicht wie zu Hause. In "unserem" Schlafraum war ein dreistöckiges Massenlager mit 27 Matratzen. Soviel ich weiss, waren bis auf 3 Matratzen alle belegt. Die einen gingen schon um 21 Uhr schlafen, weil sie morgens um 4 loswandern wollten, andere gingen erst nach 22 Uhr zu Bett und frühstückten erst um 7.30 Uhr. Jemand schnarchte, ein anderer sprach im Schlaf, jemand musste zur Toilette (Plumpsklo wenige Meter vom Haus entfernt)... Ganz ruhig war es also praktisch nie. Aber man konnte schlafen :-)! Ganz speziell und wunderschön war die Morgenstimmung. Der Nebel hatte sich aufgelöst. 7 Uhr. Die Sonne stand bereits am Himmel. Ruhe. Man stand auf über 2500 Metern Höhe. Die gestochen scharfe wunderbare Sicht auf das Bergpanorama ringsum liess einen einfach nur staunen. Da wurden die Sorgen des Alltags klein, sie waren weit weg. Und mir wird neu bewusst: Gott, der Himmel und Erde so wunderbar geschaffen hatte, ihm sind meine Schwierigkeiten nicht zu gross, ihm darf ich alles sagen und darauf vertrauen, dass er mir hilft, dass er da ist, mitten im Alltag.
Ueber den Schafberg wanderten wir zurück zum Auto. Nach dem Mittag waren wir wieder zu Hause. Hier nun ein paar Bilder:
Der Hüttenhund :-)
2 Kommentare:
Liebe Emilia,
was für schöne BIlder. Da kommt bei mir gleich wieder Fernweh auf. Eure Heimat ist sooo schön. Ich liebe diese Berge.
Liebe Grüße
Gabi
Liebe Gabi
Danke für den lieben Kommentar. Ja, auch ich mag die Berge sehr. Es ist ein wunderbarer Ort zum Auftanken und zur Ruhe kommen.
Liebe Grüsse
Emilia
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